Die Insel

Schwarz, braun und doch bunt

Warum ist diese Insel Lanzarote anders als andere Inseln oder Regionen ?

Lanzarote ist die westlichste der 7 Hauptinseln der Kanaren. Diese liegen in etwa auf dem Breitengrad von Ägypten. Im Gegensatz dazu herrscht überwiegend mildes Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei etwa 24°C und schwanken zwischen Sommer und Winter etwa um 5-6°C. Im Winter ist es mild und im Sommer nicht extrem heiß.

Desweiteren ist die Luft aufgrund des Westwindes sehr klar, denn durch diese hat von Amerika aus einen weiten Weg zurück gelegt, bis sie auf den Kanaren angekommen ist. Gelegentlich gibt es Ostwinde, auch "Calima" genannt, die in der Regen für eine paar Stunden oder einem Tag von der Sahara herüber kommen. Dann kann es auch mal 40°C geben und die Luft kann sehr sandig sein. Es gibt diese Phänomen allerdings sehr selten.

Von Deutschland aus, ist man mit dem Flugzeug nach fast 4 Stunden auf dem Flughaben Arrecife ( ACE ) angekommen. Dieser liegt etwa in der Mitte der ca. 60x34 km großen Insel am Meer Richtung Marokko gelegen. Innerhalb von etwa 25 Minuten erreicht man die äußersten Zipfel der Insel mit Taxi oder PKW. Auch sind die Busverbindungen sehr gut. Alle Verkehrsmittel sind sehr kostengünstig, wo auch die geringe Umsatzsteuer von 7% Schuld hat.

Man kann grob sagen, dass die Inseln vom Westen her grün und Richtung Osten trockener werden. Das liegt überwiegend an den Bergen oder Vulkanen, die im Westen höher sind.

Der höchste Punkt auf Lanzarote ist im Norden mit nur 671m. Dafür ist die Insel übersät mit Vulkanen. Angegeben werden etwa 100 Stück, aber aufgrund der viele Millionen alter Existenz sind es weitaus mehr, die immer wieder mit neuen Vulkanen aufgebaut wurde. Die letzten großen Ausbrüche gab es 1730-1736 indem die Timanfaya Feuerberge entstanden sind.

Der international bekannte Künstler César Manrique war entsetzt, wie seine Insel immer mehr dem Massentourismus zum Opfer fiel und schaffte es 1968, dass kein Haus höher als 3 Stockwerke gebaut werden durfte, keine Werbeschilder die Landschaft verunstalten. Es hat sich bis heute in etwa gehalten. Auch schaffte er es, dass die Insel 1993 zum Biosphärenreservat erklärt wurde, was er selbst nicht mehr erlebt hat.

Genau das ist das Besondere und Einzigartige an dieser Insel. Fährt man nach Timanfaya, erlebt man eine Welt, die gerade erst entstanden sein könnte, als wenn die Erde sich gerade erst aufgetan hat. Kaum sichtbare Pflanzen in einer schwarzen und braunen Lavastein Landschaft, alles unberührt. Hinzu dieses Klima, ein Europa zu sein und die tollen Sehenswürdigkeiten zu erleben. Urlaub am ruhigen Stand, Felsen, Naturschwimmbecken oder auch Wellenreiten zu können, wo für Jeden was dabei ist.

Für uns war Lanzarote die Trauminsel.

Strände und Naturschwimmbecken

Lanzarote ist ein Haufen von alten und neuen Vulkanen. Somit bestand die Küste Anfangs nur aus scharfkantigen Felsen und mit Sicherheit kein Tip für Strandurlaub. Mit den Jahren aber formte sich der Sand aus Kalkablagerungen, Muscheln und nicht, wie viele denken, aus Sand der Sahara. Dieser mischte sich mitunter auch mit Lavasteinchen, so dass es sehr helle bis zu schwarzen Stränden gibt. 

Hier die schönsten Strände:

  • Papagayo Strände - 7 Strände die in geschützten Buchten liegen, allesamt mit hellem Sand sind ganz klar die Nummer 1 der Insel. Diese sind süd-östlich von Playa Blanca. Man zahlt einen kleinen Eintritt und fährt mit dem Auto die Schotterpiste bis zu jeweiligen Parkplätzen der Strände. Unaufschiebbar hat einen schönen Bericht der Strände: HIER
  • ein toller Strand mit Ausblick nach La Graciosa ist der Strand Famara im Norden der Insel. Hier sieht man Wellenreiter ihre Kunststücke vollbringen, rechts die hohe Felswand westlich von Haria. Der Sand ist ebenfalls weiß.
  • schöne einsame Strände gibt es etwa 3 km östlich von Orzola. Mitunter ist man hier teils ganz allein und wird von weißem Strand belohnt.
  • Eine Kilometer östlich von Orzola gibt es einen großen Strand, der bei Ebbe frei liegt und bei Flut leicht unter Wasser liegt. Hier kann man toll baden und die Seele baumeln lassen.

Die Alternative zu Stränden sind die Naturschwimmbecken. Dies sind natürliche Becken, die vom Wasser geflutet sind. In der Regel gibt es dort keine oder wenig Wellen und man fühlt sich wie in einer Badewanne, weil das Wasser aufgrund der schwarzen Felsen gut geheizt wird.

  • Nordöstlich von Playa Blanca gibt es einige die südlich und nordlich von El Golfo liegen. Über Google Earth kann man sich die gut raussuchen. Leider nicht immer mit dem PKW erreichbar, dafür einsam.
  • sehr bekannt ist Los Charcones nordlich von Timanfaya. 
  • Punta Mujeres hat einen großen Naturpool direkt im Ort, lecht begehbar mit Treppe und Betonplateaus.